Der Neue Tag, 06.09.11 „Ein Mann für alle Fälle am Klavier“ (Andrea Prölss)
„Barockmusik - nicht spindeldürr, sondern opulent aufbereitet. (...) (Professor Mauser) nahm nicht nur seine Mitspieler, sondern auch das Publikum mit in die atmosphärisch dichten Klangwelten später romantischer Bach-Interpretation.Wundershcön gelang das Dialogisieren mit seiner Klavierpartnerin Uta Hielscher, (..., die) Mausers energischem Spiel fein-delikaten Ton entgegensetzte. (...) in den Ecksätzen des C-Dur-Konzertes, voller polyphoner Bewegtheit, kam man auch dem Ideal des‚ unendlich strömenden Klangbandes’ (...) immer wieder nahe.“
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Nordbayrischer Kurier, 06.09.11, "Ein großer Interpret anderer Meister:Reger einmal anders"
"Die kraftvolle Interpretation aller Beteiligten machte (...) deutlich, wie Reger in seiner Bach-Auffassung die Werke in seine flächige und gleichzeitig dynamisierte Klangebene übersetzte - ein im besten Sinne ungewohntes Hörerlebnis. (...) Die jungen Musiker interpretierten (...) so einfühlsam wie treffsicher. (...) Anna-Lena Denk glänzte bei den Schubert-Liedern mit ausdruckstarkem lyrischen Sopran. (...) Nachum Erlich glänzte im diffizilen Solopart an der Violine, gleichzeitig sein hervorragend zusammengestelltes Ensemble leitend."
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Neumarkter Nachrichten, 07.09.11 „Anverwandlungen sind keine Plagiate“
„Auch wenn das Eröffnungskonzert in der schönen Max-Reger-Halle (...) gerade mal halb voll war, drei Wochen lang hievten Konzerte, Vorträge, Meisterkurse und sogar ein Gastspiel in der italienischen Partnerstadt Macerata (...) Weiden in den internationalen Festspiel-Kalender. (...) Höchst interessant, welche Bach-Bilder sich da im vergangenen Jahrhundert gegenüber standen. Die beiden Pianisten ließen es an hinreißend-romantischer Emphase nicht fehlen, (...): eine Aufführung mit Seltenheitswert.“
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Bayerische Staatszeitung, 09.09.11 „Genialer Notendieb“ (Uwe Mitsching)
„Das erste von sieben Anverwandlungen-Konzerten hatte keine Mühe, den Anspruch von Deutschlands einzigem Reger-Festival zu erfüllen. Die jungen Musiker vom Kammerorchester Karlsruhe waren unter dem Reger-Spezialisten Nachum Erlich äußerst konzentriert bei der Sache. Regers Bearbeitung von J. S. Bachs Choralvorspiel Oh Mensch, bewein dein Sünde groß für Streichorchester gelang in exakter Intonation, schwelgerischer Jahrhundertwende-Klangfülle und war die Symbiose zweier Zeitstile.“
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Der Neue Tag, 10.09.11 „Von schwankenden Böden und sahniger Fülle“
„Der kompakte, gut klingende Saal im alten Rathaus bildete einen würdigen, geradezu familiären Rahmen für die treue Gemeinde der 13. Max-Reger-Tage. Das Trio „Lieto“ (...) musizier(t) seit 2006 zusammen, hab(t) eine edle, sahnigfüllige und doch eine an Glanzlichtern reiche Klangsprache entwickelt. Artikulation, Phrasierung und musikalische Gestik sind aus einem Guss, die Intonation über jeden Zweifel erhaben. Die ausgesprochen farbdifferenzierende, kontrastarke Dynamik lotete die Grenzen der Instrumente aus und brachte Regers Trio (...) packend, ausziseliert, reich an Stimmungen und Emotionen über die Bühne“
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Der Neue Tag, 13.09.11 „Lohnender Sitzfleischtest mit raren Klängen“ (Reinhold Tietz)
„Vierhändige Klaviermusik ist ein Hörgenuss. (...) schnell erwies sich, dass die Interpreten des Abends nicht nur den Anforderungen der Komponisten, sondern auch der besonders wichtigen Abstimmung mit dem Partner gerecht wurden. (...) Regers Modifikation (der vier Symphonien von C.P.E. Bach, Anm. d. Red.) erschuf ein Klangbild, das die Musik von frühklassischer Tonwelt in spätromantische Intuition umdeutet und von Siegfried Mauser und Wolfram Schmitt - Leonardy übzeugend vermittelt wurde.“
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Der Neue Tag, 16.09.11 „Vergessene Volkslieder gekonnt wiederbelebt“
„(...) Etliche Komponisten hatten es sich zu Aufgabe gemacht, Volklieder mit einem mehrstimmigen Satz auszustatten und sie so zu veröffentlichen. Das wurde zur Erfolgsstory.(...) Das Ensemble ‚Amarcord’ (...) bewies, wie hinreißend schön diese viel zu sehr heute vernachlässigte Musik klingen kann. (...) Im lauten wie im leisen Bereich gestalteten sie enorm tragfähig, wiesen eine glasklare Sprechkultur auf, (...). Der Riesenbeifall danach war berechtigt: Alle hatten Appetit bekommen.“
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Der Neue Tag, 16.09.11 „Verkehrslärm große Herausforderung“
„Inmitten der vielen Bilder von und zu Mutter Theresa gastierte in der Autobahnkirche das renommierte ‚Le Musische Quartett’. (...) Eindrucksvoll erfüllten Ulrike Hofmann (Violoncello), Simon Bernardini und Christophe Horka (beide Violine) sowie Andreas Willwohl (Viola) die kostbaren Werke mit üppigen Leben.“
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Der Neue Tag, 20.09.11 „Dramatische Gestaltung, die staunen manche“
„Regers Orgelwerk ist gewaltig. So stand das Orgelkonzert (...) hauptsächlich im Zeichen seiner gigantischen Kompositionen. (...) Hanns-Friedrich Kaiser zeigte sich an ‚seiner’ Orgel als großartiger Vermittler der genialen Musik Regers. (...) Durch optimale Ausnutung der Schwellwerke, durch raffinierte Addition von Registern vermittelt er eine Spannung, eine dramatische Gestaltung der Orgelwerke, die Staunen machte, fesselte und begeisterte. (...) Natürlich konnte es nicht nur große Orgelmusik sein. Mit seiner Tochter Dorothea Kaiser spielte er eine Air von Bach, von Reger für Geige und Orgel bearbeitet, in der die Geigerin mit einem „sinnlich“ warmen Ton die romantische Klangwelt Regers vermittelte, von der Orgel in geschickter Registrierung ergänzt. (...) Sabine Lahm (Sopran) ließ die intime Schönheit der Schuhmann-Lieder (...) ebenso hörbar werden wie die Emotionen der Hugo-Wolf-Lieder aus dem spanischen Liederbuch."
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Der Neue Tag, 22.09.11 „Reicher Fundus an Dynamik und Klangfarbe“
„Sie sind Mitglieder des legendärsten Orchesters unserer Bundeshauptstadt, sie bilden seit 26 Jahren das ‚Philharmonia Quartett Berlin’, sie musizieren vor vollem Haus Bach und Mozart, sie begeistern mit Max Reger. (...) Ausnahmsweise serviert der Salzburger (gemeint: Mozart, Anm. d. Red.) hier schwere Kost für den Cellisten. Dietmar Schwalke bewältigte diese Herausforderung technisch makellos, mit samtig-fülligem Ton und souveräner Leichtigkeit. Dieses Prädikat darf generaliter auch seinen Kollegen verliehen werden. (...) Die Krönung des Konzerts stellte das fast schon abendfüllende op.74 von Reger dar: Dieses braucht so engagierte Musiker, es braucht Reifezeit (...), es braucht einen derart reichen Fundus an Dynamik und Klangfarbe. Es fordert den Blick für den großen Zusammenhang, die Kunst, nach den grandiosen Steigerungen immer wieder loszulassen. (...) Dann kann Regers Musik ihre ätherischen, mystischen, exotischen, humorigen und derben Seiten entfalten."
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Der Neue Tag, 26.09.11 „Atemberaubende Klavierspielkunst“ (Reinhold Tietz)
„Von den irrsinnigen technischen Anforderungen braucht man bei Markus Becker nicht zu reden, die sind wie selbstverständlich immer gegeben. Schon im Präludium wird ein Klangkosmos großer Dimensionen entwickelt, die Fuge, die mit einfachen Sechzehntel- Bewegungen beginnt, steigert sich gewaltig. Während der Organist zusätzlich auf die Luftzufuhr des Regelwerks zugreifen kann, muss der Pianist alles mit seiner Hände Arbeit hervorrufen. Der Beifall nach dem grandiosen Schluss fiel dementsprechend begeistert aus. (...) Markus Becker gelingt eine faszinierende Darstellung der musikalischen Gedanken von Brahms, obwohl ihm Reger dafür nur die Noten mit zwei Hände gibt – aber eben die entscheidenden!“
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Der Neue Tag, 06.10.11 „Reichlich Sympathie und Erwartung“ (Clemens Fütterer)
„(...) lernten die Italiener im stilvollen, intimen Teato Lauro Rossi den musikalischen Avantgardisten Reger kennen. Der Liederabend mit der Sopranistin Sabine Lahm und dem Pianisten Kilian Sprau (...) machte Reger zwar nicht zum neuen Exportschlager, doch die Zuhörer lauschten ergriffen und bewegt dem Konzert. Der starke Beifall ging vor allem auf das Konto von Sabine Lahm, die ausdrucksstark, leidenschaftlich interpretierte – mit souveräner Sicherheit begleitet durch Kilian Sprau am Klavier.“
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