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Dienstag, 19. Februar 2019

Kuenstler

Alexei Kornienko

Bild: vogus

Er ist ein exzellenter Musiker mit bedingungsloser Textfreude und Mut zur Interpretation. Dieser scheinbare Widerspruch kommt dem österreichischen Dirigenten Alexei Kornienko immer wieder zugute. Bewundert man ihn als profunden Pianisten der russischen Schule mit geradezu enormer Kenntnis des klassisch-romantischen Repertoires, so wurde nun auch seine Dirigententätigkeit in den letzten Jahren immer umfangreicher.

Der gebürtige Moskauer erhielt schon mit fünf Jahren seinen ersten Musikunterricht, studierte am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau (Klavierklasse Zak) und in Charkow (Dirigentenklasse Jordania) und war Preisträger beim Internationalen Rachmaninow-Klavierwettbewerb im Moskau. Seit seiner Übersiedlung nach Österreich (1990) machte sich Kornienko auch als weithin bekannter Wettbewerbs-Juror und als Pädagoge am Kärntner Landeskonservatorium einen Namen. Er war Mitbegründer des Gustav Mahler Ensembles und ist Mitglied des Bösendorfer Artistic Clubs.

Alexei Kornienko teilt seine Karriere zwischen Klavier und Dirigentenpult. Er beschäftigt sich gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Elena Denisova, mit der Wiederentdeckung von Trouvaillen aus der klassisch-romantischen Kammermusik: Beide feierten mit ihrer CD „Vienna 1900“ (Gramola Vienna) mit Stücken von Robert Fuchs, Pavel Singer und Alexander von Zemlinsky international große Erfolge.

2009 nahmen beide in Wien eine Welt-Premiere auf: Joseph Haydns Violinsonaten (Gramola Vienna). Bei den ebenfalls in Europa und Japan von der Kritik akklamierten Vier Jahreszeiten von Vivaldi (mit Elena Denisova an vier Referenzgeigen aus Cremona; DEKA) in der seltenen Kammermusikfassung lässt sich Kornienko als profunder Cembalist hören.

Kornienko gilt als außergewöhnlich dynamischer Interpret der Werke Beethovens und Brahms’, aber auch der Moderne. Künstlerische Herausforderungen meister er mit Bravour, weshalb er ein weithin gefragter Ansprechpartner für Uraufführungen komplizierter Partituren ist. Er arbeitete mit vielen renommierten Orchestern, wie zum Beispiel dem Royal Philharmonic Orchestra London, der Moskauer Philharmonie oder der George Ernescu Philharmonie. Mit dem Moscow Radio and TV Symphony Orchestra erntete er bei einer USA-Tournee ethusiastische Kritiken. Von 2009 bis 2011 war er Chef Dirigent beim Sofia Philharmonic Orchestra und hat wesentlich zu internationalem Ruf und Anerkennung des Orchesters beigetragen. 2012 wurde er Chefdirigent der Internationalen Donauphilharmonie.

Seit dem Jahr 2002 ist er als Künstlerischer Leiter des „Wörthersee Classics Festivals“ um hochwertige programmatische Inhalte bemüht.

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